Aufbäumen in der zweiten Halbzeit reicht nicht – Damen verlieren am Heimspieltag gegen Erlangen / Bruck

Vergangenen Sonntag traf man am Großkampftag gegen die Damen aus Erlangen an. Im Hinspiel hatte man sich in Bruck mit zwei Toren durchsetzen können. Doch die letzten Wochen waren für die Altdorferinnen so nervenaufreibend und frustrierend, dass man am Abend vorher eine Teambuildingmaßnahme ergriff, um sich ein aufgenommenes Spiel anzusehen. Fehler konnten veranschaulicht und analysiert werden, doch hielten sich die lustigen Momente im Vordergrund, welche am Sonntagvormittag mit in die Halle genommen werden konnten. Ziel für den heutigen Tag: gut spielen, weniger Fehler machen und vor allem Spaß haben.


Die Altdorferinnen starteten mit einer stabilen Abwehrreihe. Die erste Viertelstunde blieb relativ ausgeglichen. Hinten stand man recht kompakt und vorne spielte man an sich nicht schlecht, man belohnte sich aber zu selten. Nach dem Stand von 5:5 legten die Gäste eine Auszeit ein. Danach zeigten die Altdorferinnen eine unsichere Phase. Viel zu oft schlichen sich leichte Ballverluste ein, nachdem ein letzter Verzweiflungspass nicht ankam. Die Gäste nutzten dies für schnelle Gegenstöße und setzten sich auf 5:9 ab. Ärgerlich waren die einfachen Gegentore vor allem, weil die Bewegung nach hinten nicht schnell und konsequent genug war. Trainer Bauer, der sich an diesem Tag vornahm, seine Damen positiv zu bestärken, legte eine Auszeit ein, um wieder etwas Ruhe einzubringen. Doch so richtig konnte man den Rückstand nicht aufholen. Im ersten Durchgang erzielten die Damen nur noch 2 Tore und die Brucker Damen konnten sich weiter auf 7:14 absetzen. Mit diesem Stand ging es in die Halbzeitpause. Im zweiten Durchgang probierte man wieder die taktische Option mit dem 7. Feldspieler aus. Der Auftakt gelang stets gut, leider konnte nur wenig Profit daraus geschlagen werden, weshalb man sich wieder auf seine sechs Feldspieler zurückgriff. Die Brucker Damen spielten weiterhin ihre Aktionen und erzielten ihre Treffer. Ihr Vorsprung vergrößerte sich sogar vorzeitig auf 8 Tore beim Stand von 9:17. Doch nun bäumten sich die Altdorferinnen auf. Nach und nach erkämpfte man sich den Ball hinten und konnte vorne gut gespielte Aktionen in Treffer verwandeln. In dieser Phase machte vor allem Line Lorey auf der vorgezogenen Position den Erlangern das Leben schwer, indem sie ihre Arme streckte und einige Bälle herausfischte. Vorne traf Carolin Brix sechs Tore hintereinander und hatte es geschafft, auf zwei Tore innerhalb von fünf Minuten zu verkürzen (18:20). Die Damen witterten ihre Chance, das Spiel zu ihren Gunsten zu drehen. Die Unterstützung von der Tribüne verstärkte dies zusätzlich. Doch leider klappte es nicht und Bruck setzte sich wieder auf vier Tore ab (18:22). Trotzdem kämpften die Damen noch bis zum Schluss. Leider konnten sie sich nicht mehr mit Punkten belohnen. Am Ende verabschiedete man sich verdient mit 21:24 von den Gästen.

Was wäre da drin gewesen, wenn die Damen in der ersten Halbzeit nicht diese schnellen Gegenstöße bekommen hätten? Aber Gedankenspiele helfen da nicht. Letztendlich kann man sich die Zahlen anschauen. Im ersten Durchgang erzielten die Damen 7, im zweiten aber schon 14 Tore, während man zuerst 14 und dann nur 10 Treffer kassierte. Ein positiver Trend lässt sich durchaus erkennen. Daran muss in den nächsten Spielen angeknüpft werden. Spaß und Siegeswille hatten sich bei den Altdorferinnen zurückgemeldet. Behaltet das bei, Mädels, damit ihr in den nächsten Wochen wieder Freude am Spiel habt, um dies dann auch in Punkte zu verbuchen. Nächste Woche trifft man auf den HC Forchheim. Hier gilt es wieder, Spaß zu haben und gut zu spielen. Anpfiff ist in Forchheim am Samstag, den 23. Februar, um 15:30 Uhr. Um 17:30 Uhr treffen danach die Herren I ebenfalls auf die Forchheimer. Über Unterstützung durch die Zuschauer, auch auswärts, würden sich die Damen sehr freuen.

Für Altdorf spielten:

Theodora Maul (TW), Barbara Meier (TW), Pauline Lorey, Vanessa Liebel (1), Jessica Pernet (1), Franziska Hänel (1), Petra Übelmesser (1), Anika Ritthammer, Larissa Schneider, Julia Werth (7), Carolin Brix (8/1), Christina Maxeiner (2).

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