Damen erreichen Pflichtsieg mit 22:16

Am Samstag empfingen die Damen des TV 1881 Altdorf das Tabellenschlusslicht HG Amberg im Hexenkessel am Bleichanger. Trotz schlechter Besetzung im Rückraum wollte man diese Punkte selbstverständlich mitnehmen.


Wohl aufgrund der ungewohnten Personalie ergaben sich vor allem im Angriffsspiel einige Probleme. Der Zug zum Tor fehlte oft, die Spielzüge wurden nicht mit genug Druck zu Ende gespielt und so schenkte man dem Gegner ein ums andere Mal den Ball. Wenigstens aber die Abwehr und allen voran Lena Zürchauer im Tor blieben dadurch unbeeindruckt und zeigten ihre gewohnt starke Leistung. In Minute 14 nahm Trainer Bauer beim 3:3 die Auszeit. Das Fehlen der wurfsarken Rückraumspieler sollte durch die Aktivierung von Veteranin Sabrina Sturm ausgeglichen werden. Eben diese schickte der Trainer nun aufs Feld. Fehlerlos brachte sie den Ball wieder und wieder im Tor der HG unter und schoss den TV Altdorf zu einer 7:3 Führung. Auch für den Rest der ersten Halbzeit fanden die Gäste kein Mittel gegen den nun variableren Altdorfer Angriff und die Wallensteinstädterinnen setzten sich auf einen Halbzeitstand von 12:6 ab.
Im zweiten Durchgang lief es vorne wie hinten zunächst holpriger. Zu oft konnten die Gäste durch einfache Täuschung die Abwehr überwinden und die Trefferquote im Angriff sank deutlich. Somit lies man die eingentlich schon mental geschlagenen Gäste wieder auf ein 15:13 heran kommen und weckte in ihnen neuen Kampfeswillen. Beim Stand von 17:15 in Minute 53 nahm der Triner erneut eine Auszeit, um seine Mannschaft noch einmal zu fokussieren. Auch hier war es wieder Sabrina Sturm, die mit drei schnell aufeinander folgenden Toren die Führung zu einem 20:16 ausbaute. Auch eine offensivere Abwehr der Gäste in den letzten Minuten konnte den Altdorfer Siegeszug nicht mehr stoppen. Am Ende eines fairen Spiels trennten die Mannschaften sich mit 22:16.
„Oh wie ist das schön“ sangen die lautstarken Fans von der Tribüne. Fraglich bleibt, wie schön das Spiel nüchtern betrachtet tatsächlich war. Aufgrund der Personalschwächen war klar, dass man nicht auf höchstem Niveau würde Spielen können. Danke einer gewohnt gute Abwehr, einer überragenden Torhüterleistung – von 8 Strafwürfen konnten 6 entschärft werden – und einer unaufhaltsamen Sabrina Sturm konnte man das Spiel für sich entscheiden. Aber warum muss erst eine Spielerin im Ruhestand aufs Feld treten, damit der Altdorfer Angriff den Zug zum Tor findet? In dieser verletzungsgeplagten Saison zeichnete sich schon in einigen Spielen ab, dass man selbst den Versuch eines Torabschlusses bzw das eigene Erarbeiten eines solchen meist lieber den Leistungsträgern überlässt. Ob dies nun dem fehlenden Willen oder fehlendem Selbstbewusstsein geschuldet ist, bleibt unklar. Und so sehr die Zuschauer sich auch über das erfolgreiche Auflaufen einer früheren Altdorfer Handballgröße freuten, die Mannschaft sollte in der Lage sein, solche Spiele selbst zu gewinnen.

Für Altdorf spielten:

Lena Zürchauer (TW), Barbara Meier (TW),Pauline Lorey, Karolin Rummel, Jennifer Dillenburger (1), Petra Übelmesser (3/1), Theodora Maul, Larinna Schneider (1), Sabrina Sturm (11), Marina Hertlein (1), Franziska Gmehling (2), Chrisina Maxeiner (1), Veronika Koch (2)

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